A HERZLICH'S GRÜß GOTT

in Unterneukirchen, Landkreis Altötting, Bistum Passau

Aktuelles

Pfarrkirta

Das digitale Zeitalter macht auch vor der Pfarrei nicht halt. Per Videobotschaft entschuldigte sich Pfarrer Hermann Schächner für sein Fehlen beim traditionellen Pfarrkirta. Dabei hat er aber einiges verpasst, denn neben interessanten Rückblicken, Ehrungen, topaktuellen Informationen und Problemen haben die Christkönigsbläser und der Kinderchor beim geselligen Miteinander für beste Unterhaltung gesorgt. Unter den Gästen des diesmal nicht so gut besuchten Pfarrkirtas waren neben den beiden Pfarrreferenten Alexandra Kalchauer und Heiner Maier auch Bürgermeister Georg Heindl und sein Stellvertreter und möglicher Nachfolger Jochen Englmeier. Per Videobotschaft entschuldigte sich Pfarrer Hermann Schächner bei den Anwesenden im Saal der Brauereigaststätte Leidmann. Er weilte bei der Installation eines Mitbruders. Der Ortsseelsorger zeigte sich in seinem digital schellmischen Grußwort aber überzeugt, dass er von Pfarrvikar Vincent Sabu Gnanendran „gewichtsmäßig und ideell bestens vertreten wird“. Nach ihrer, zusammen mit dem Pfarrvikar durchgeführten Begrüßung, berichtete Ursula Schenk mit einem kurzweiligen Bilderrückblick vom Pfarreileben. Nachdem die Pfarrgemeinderatsvorsitzende unter anderem abwechslungsreiche Impressionen von Erntedank, Bergmesse, Pfarrfest, Ehejubiläumstage, Weinprobe für Christkönigswein, Fronleichnam, Verabschiedung der Pfarrpraktikantin Verena Federl, Osterkerzenbasteln, Erstkommunion, Indienreise, Spendenübergabe der Klopfersinger, Krippenspiel und Adventssingen präsentierte hatte, beendete sie ihren Vortrag mit den vielsagenden Worten „so schnell vergeht ein Jahr“. Äußert interessante und für das Gros überraschenden Einblicke gab Monika Spindler zum Begegnungsnachmittag und dem Besuchsdienst. Zum ersten Mal seit der einmal monatlich stattfindende Begegnungsnachmittag vor 22 Jahren ins Leben gerufen wurde, veranstaltete man ein Zeitzeugentreffen. Zu dem von Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich moderierten und dokumentierten Nachmittag kamen 70 Leute. Da alle begeistert waren, sollen die Stunden mit den wandelnden Geschichtsbüchern zwei- bis dreimal im Jahr stattfinden. Der von Spindler als „leiser Dienst“ bezeichnete Besuch von kranken Mitmenschen im Gemeindegebiet besteht im März 2020 auch schon seit 20 Jahren. Wer sich vorstellen könnte, die Gruppe dabei zu unterstützen, der sollte sich entweder bei ihr oder im Pfarrbüro melden. An den Ehrungen verdienter Chormitglieder sieht man laut Schenk, mit welch großem Herzblut sie singen und spielen und das Musik „jung hält“. Sie und Pfarrvikar Vincent überbrachten ein „Herzliches Vergelts Gott“. Mit 45 Jahren Chorzugehörigkeit fehlen Eva Mechtl, Hilde Neugirg und Katharina Schweiger nur noch fünf zum halben Jahrzehnt. Auch bereits auf stolze 40 Jahre kann Resi Berger verweisen. Ebenfalls großen Applaus bekam Chorleiterin Christa Hager (geb. Schneiderbauer), die seit 40 Jahren in Unterneukirchen Orgeldienst verrichtet. In Abwesenheit wurde auch Klaus Hofbrückl für sein 10-jähriges Chorjubiläum geehrt. Als Dank und Anerkennung gab es für alle eine Urkunde von der Diözese sowie ein Präsent von der Pfarrei. Kirchenverwalter Sepp Schneiderbauer informierte topaktuell über die umfangreichen Renovierungsarbeiten im Umfeld der Christkönigskirche. Für die Arbeiten an Turm, Böschung, Glasfenstern, Sakristei sowie den Eingangsbereichen Nord und Süd sind mittlerweile Gesamtkosten von 439000 Euro aufgelaufen. 8000 Euro konnten über Eigenleistung, 12000 über Spenden und 20000 über Zuschüsse der Gemeinde abgedeckt werden. Für die Baumaßnahmen übernimmt die Diözese 65 Prozent der Kosten. Die Architekten-Honorare werden von Passau mit 80 Prozent bezuschusst. Unterm Strich wird der verbleibende Eigenanteil für die notwendigen Maßnahmen vermutlich die gesamten Rücklagen aufbrauchen. Da jedoch bei Photovoltaikanlage und Friedhof ein jährliches Plus einkalkuliert werden kann, ist der laufende Betrieb auch in Zukunft gesichert. Ab etwa 21. Oktober werden im Friedhof zwei Wege erstellt und gepflastert. Einer davon führt zum Containerplatz. Abschließend sprach Schneiderbauer noch ein Problem im Kindergarten an. Mittlerweile sind die Buchungen des betreuten Mittagessens von Kindergartenkindern – nicht Krippenkinder – stark gestiegen. Allerdings stehen für die zeitweise bis zu 45 Kids nur die Küche und der ehemalige Besprechungsraum zur Verfügung. Da hier Handlungs- bzw. Raumbedarf dringend notwendig ist, hofft Schneiderbauer auf die wohlwollende Unterstützung des Gemeinderats. Wohlwollend deshalb, weil diesbezüglich keine Chance auf Bezuschussung durch die Diözese besteht. Sämtliche Berichte untermauerte der Kirchenpfleger mit Fotos. Für die technische Umsetzung der auf zwei Leinwänden präsentierten Vorträge zeichnete Pfarrgemeinderatsmitglied Christian Schmuck verantwortlich. Die musikalische Untermalung übernahmen die Christkönigsbläser und der Kinderchor, wobei die Bläser um den erstmals bei einem Pfarrkirta dirigierenden Hans Koller mehrmals zum mitklatschen, der Chor zum heiteren Mitsingen animierten. (Fotos und Text: PresseService Albert Kamhuber)


Ehejubiläumstag

Am Erntedanksonntag luden Pfarrei und Pfarrgemeinderat zum alljährlichen Ehejubiläumtag ein. In einer festlichen Andacht, die instrumental und gesanglich von Rosmarie Staar und Hans Glöckl brillant umrahmt wurde, konnte Irene Glöckl von Pfarrgemeinderat 18 Paare zwischen 5 und 65 Ehejahren begrüßen. Elfriede Mitterer erzählte eine Geschichte: „Ein alter Mann bat einen Gärtner um Rat beim Kauf eines Blumenstocks. Er fragte den Gärtner nach der Garantie, ob dieser Blumenstock auch im kommenden Jahr noch blühen werde. Das hängt von der Pflege ab, bekam er zur Antwort.“ Pfarrer Hermann Schächner nahm auch diesem Gedanken in seiner Predigt auf und wies auf die Wichtigkeit, eine Beziehung zu pflegen. In Dankbarkeit für die gemeinsamen Jahre erhielten alle Ehepaare den Einzelsegen durch Pfarrer Schächner.Beim weltlichen Teil im Pfarrheim entbot der Kinderchor unter der Leitung von Irene Glöckl mit dem Lied „Ehejubiläum“ seinen Gruß. Bei weiteren Liedbeiträgen erhielten die Kinder immer wieder kräftigen Applaus. Anschließend wurde das Ehepaar des Jahres ermittelt, wobei die Rollen im täglichen Leben vertauscht wurden. Die Männer mussten Kartoffeln schälen, einen Knopf annähen und ein Hemd zusammenlegen. Die Frauen durften dagegen Krawatten binden, drei Nägel in ein Stück Holz einschlagen und einen Meter Schnur ohne Maßband abschneiden. Ein Spiel bei dem kein Auge trocken blieb. Irene Glöckl hatte einen besinnlichen Bilderbogen, zum Lied von Reinhard Mey „Lass Liebe auf uns regnen“, zusammengestellt, projiziert auf Leinwand. Bei dieser Präsentation, die sehr zum Nachdenken anregte, herrschte Stille im Pfarrheim. Die Bewirtung übernahm der Pfarrgemeinderat, die Kinderbetreuung die Landjugend. Bevor man auseinanderging, erhielten die Paare noch bepflanzte Gießkannen mit der Aufschrift: „Lass Liebe auf uns regnen, lass es gießen und uns segnen, lass uns immer neu begegnen“ zur Erinnerung an einen für alle sehr schönen Nachmittag.


Erntedank

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde das Erntedankfest in der wunderschön geschmückten Christkönigskirche gefeiert. Die Landjugend zog mit der Erntekrone und vielen Kindern in die Kirche ein. Nach dem Familiengottesdienst gab es auf dem neuen Vorplatz der Kirche Brot und Christkönigswein vom Kath. Frauenbund.


Weinabend

Beim Weinabend im Pfarrheim, organisiert von Pfarrer Hermann Schächner, stellte Herr Andreas Unterhuber vom Stift Reichersberg, nähe Passau verschiedene Rot- und Weißweine vor. Über 30 angemeldete Gäste ließen sich verköstigen. Die Weine stammen aus dem Niederösterreichischen Weinviertel und dem Burgenland, wo das Stift 80 ha eigene Weinberge bewirtschaftet. Für Brotzeit sorgte Sonja Kurz aus überwiegend eigener Erzeugung. Zum Schluß wurde abgestimmt, welche Weine am besten schmeckten. Diese wurden dann als "Christkönigswein" deklariert. Als Rotwein wurde der "Zweigelt Sonderlese" und als Weißwein der "Welschriesling" auserwählt. Diese können ab sofort im Pfarrbüro erworben werden. Der Erlös kommt der Kirchenrenovierung zugute.