A HERZLICH'S GRÜß GOTT

in Unterneukirchen, Landkreis Altötting, Bistum Passau

Aktuelles

Sternsinger 2020

Acht der neun Sternsinger-Gruppen, die am 1. Januar beim Gottesdienst  ausgesandt wurden, starteten ihren sozial engagierten Sammeldienst bei Pfarrer Hermann Schächner. Nachdem Aufsagen ihres Sternsingerspruchs bekamen die „heiligen drei Könige“ vom Unterneukirchner Kirchenoberhaupt eine großzügige, nicht scheppernde Spende in ihre Sammeldose gesteckt. Insgesamt unterstützten 34 Unterneukirchner Kinder, überwiegend Ministranten, die Aktion des Kindermissionswerks.  Beim Dreikönigssingen handelt es sich um die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Am Montag den 6. Januar 2020 beim Festgottesdienst kommen die Kinder und Jugendlichen mit ihren gesammelten Spenden zum Festgottesdienst in die Christkönigskirche zurück.

 


Kirchenpatrozinium mit dreizehn Priestern gefeiert

Einen hohen Stellenwert hat das Kirchenpatrozinium im kirchlichen Jahresablauf immer schon eingenommen, doch diesesmal wurde in der voll besetzten Johanneskirche mit dreizehn Priestern und zwei Diakone – so vielen wie noch nie – der bisherige Höhepunkt erreicht. Pfarrer Hermann Schächner, sein Vorgänger Domkapitular Dekan Heribert Schauer, Pfarrvikar Vinzent vom Pfarrverband, der aus Unterneukirchen stammende Pockinger Stadtpfarrer Christian Thiel mit seinem Kaplan Hubertus Kerscher und Diakon Florian Schwarz, der im kommenden Jahr Primiz feiert, Pfarrer Max Weigl aus Kirchweidach, Emmertings Pfarrer Thomas Steinberger, Ruhestandspfarrer Robert Rödig, Pater Joseph aus Neuötting, Altöttings Stiftskanonikus Roman Blasikiewicz, Kaplan Stefan Gerlich aus Eggenfelden, Diakon Herr Andreas Unterhuber vom österreichischen Chorherrenstift Reichersberg, sowie die vom Bayerwald angereisten Pfarrer Dominik Flür aus Schöllnach und Matthias Grillhösl aus Grainet zelebrieten am Johannestag den Festgottesdienst und beweisen eindrucksvoll, dass das Johannespatrozinium lebt. Mit Volksgesang wurde die Feier musikalisch gebührend umrahmt. Die Segnung des Johannesweines nahm der neue Domkapitular Dekan Heribert Schauer vor. Während das Fest des heiligen Johannes des Täufers am 24. Juni durch die Sonnwendfeiern im Bewusstsein der Menschen noch heute tief verankert ist, ist das Fest des Evangelisten Johannes am 27. Dezember in den Hintergrund geraten. Nicht jedoch in Unterneukirchen dank des Kirchenpatroziniums. Das Fest in dieser Form wurde vor 32 Jahren vom 2016 verstorbenen Pfarrer Kasimir Spielmann eingeführt und erfuhr heuer zum 33. Male seine Neuauflage. Die gotische Johanneskirche hat nach der Einweihung der Christkönigskirche im Jahr 1962 zwar seinen Status als Pfarrkirche verloren, ist jedoch nach grundlegenden Renovierungen bei Hochzeiten und Andachten, oder einfach zum stillen Verweilen immer wieder ein beliebter Anziehungspunkt der Gläubigen und auch gleichzeitig das Wahrzeichen der Gemeinde. War im vergangenem Jahr Emmertings Pfarrer Thomas Steinberger als Prediger aufgetreten, so stand diesmal Pockings Stadtpfarrer Christian Thiel im Beisein seiner Eltern Gabi und Erwin am Ambo. Der Priester lieferte eine treffende Ansprache und bemerkte, dass man eigentlich zu schnell aus den Weihnachtstagen herausgehoben werde. Jesus habe die Jünger Johannes, Jakobus und Simon Petrus oftmals an Stätten mitgenommen, wo die anderen Jünger nicht hinkamen. Vielleicht brauchten sie es für den inneren Weg. „Der heilige Johannes zeigt uns, dass nicht wir uns an die erste Stelle setzten sollten, sondern Jesus, der mit uns in Freundschaft leben will, wo alle Platz haben“, so der Priester. Als ein Handyton unter den Gläubigen klingelte, meinte Thiel mit einem Lächeln, dass auch Musik zum Patrozinium gehöre. Viele fleißige Helfer mit den Mesnerinnen Kathi Kainzmaier und Gisela Schneiderbauer an der Spitze schenkten nach dem Gottesdienst den geweihten Wein ein und die 15 Zelebranten verteilten die gefüllten Gläser mit den Worten: „Trinke die Liebe des heiligen Johannes“. In früheren Zeiten wurde der Wein, der Glück und Gesundheit bringen sollte, selbst mitgebracht und daheim getrunken. Damals und vereizelt auch heute noch trank der Hausherr drei Schlucke. Nach dem ersten sagte er „Gott Vater“, nach dem zweiten „Gott Sohn“ und nach dem dritten „Gott heiliger Geist“. Von der Bäuerin wurde der Wein entsprechend der Rangordnung dann an alle Hausbewohner, einschließlich Magd und Knecht verteilt. Es durften nur kleine Schlucke genommen werden, denn der geweihte Wein sollte über das ganze Jahr herhalten, da er bei besonderen Festlichkeiten, aber auch bei Abschluß eines erfolgreichen Handels wieder hervorgeholt wurde. Beeindruckt zeigten sich vor allem die erstmals an diesem Patroziniumsfest teilnehmenden Zelebranten. Schöllnachs Pfarrer Dominik Flür kennt diesen Brauch nicht in der Form, wie er in Unterneukirchen gefeiert wird. Den Wein nehmen die Besucher zwar zur Segnung mit, er werde aber dann zuhause getrunken. Für Pfarrer Matthias Grillhösl aus Grainet kannte zwar diesen Brauch des Weinausschenkens, hat ihn aber ebenso noch nicht in dieser Form gefeiert, wie der Eggenfeldener Kaplan Stefan Gerlich, wo der Wein im Pfarrheim getrunken wird. Für Diakon Florian Schwarz war die Feier in dieser Art aus seiner Heimat Zwiesel geläufig. Bei einem Glaserl Wein nutzen dann die Kirchenbesucher die Gelegenheit, mit den Priestern ins Gespräch zu kommen und auf das neue Jahr anzustossen. Erst eine knappe Stunde nach dem Gottesdienst leerte sich langsam die alterwürdige Johanneskirche und die Gläubigen waren sich einig, erneut ein besonders Fest erlebt zu haben (hgr)



Krippenspiel des Kinderchors


Advent

Zu einem feierlichen Morgenrorate luden die Ministranten. Die Christkönigskirche bekam mit dem Schein von hunderten von Kerzen eine ganz besondere Atmosphäre. Im Anschluss gab es für alle ein gutes Frühstück, bevor man wieder in das Schul- bzw. Berufsleben durchstartete.